Eine Kundin der Banco Itaú hat angezeigt, Opfer eines Finanzbetrugsschemas geworden zu sein, bei dem ihre Konten geleert, ihre Kreditkarte ohne ihre Genehmigung verwendet und ein Kredit gewährt wurde, den sie laut eigenen Angaben nie beantragt hatte. Der Gesamtbetrag beläuft sich auf mehr als 85 Millionen Guaraníes.
Delmis Martínez erklärte, der Fall sei am 30. Mai aufgedeckt worden, als sie auf die App der Bank zugriff und feststellte, dass ihr Guthaben durch Transaktionen bewegt worden war, die sie weder durchgeführt noch autorisiert hatte. Zu den unrechtmäßigen Vorgängen zählte sie unter anderem Zahlungen für Dienstleistungen bei unbekannten Unternehmen, Kreditkartenumsätze in Höhe von 35 Millionen Guaraníes sowie die Auszahlung eines nicht beantragten Kredits in Höhe von rund 50 Millionen Guaraníes.
Martínez betonte, dass sie zu keinem Zeitpunkt ihre Zugangsdaten, Passwörter oder Sicherheitscodes an Dritte weitergegeben habe. Nach Entdeckung des Problems habe sie den Vorfall bei der Bank gemeldet, wo der Betrug bestätigt wurde. Die Kundin kritisiert jedoch, dass die Institution bislang keine technische Erklärung dafür geliefert habe, wie ihr Konto kompromittiert werden konnte, ohne dass die Sicherheitswarnungen ausgelöst wurden.
Das Opfer äußerte sich empört über die Haltung der Bank, die sich laut ihren Angaben mit Vermutungen von der institutionellen Verantwortung zu entlasten versuche und eine angebliche Nachlässigkeit der Kundin beim Schutz ihrer Zugangsdaten andeute, ohne Beweise vorzulegen, die diese Position stützten. Für Martínez verschweige die Institution Schwachstellen in ihren internen Sicherheitskontrollen.
Sie fordert die unverzügliche Rückerstattung ihrer Gelder und die endgültige Aufhebung des unrechtmäßig gewährten Kredits. Der Bericht wurde von anderen Quellen nicht unabhängig bestätigt.