Paraguay testet biologisches Larvizid gegen Dengue in Zusammenarbeit mit Japan

Paraguay startet in Zusammenarbeit mit Japan eine Studie zur Wirksamkeit eines umweltfreundlichen biologischen Larvizids im Kampf gegen die Dengue-Überträgermücke Aedes aegypti.

Paraguay testet biologisches Larvizid gegen Dengue in Zusammenarbeit mit Japan

Der Kampf gegen Dengue in Paraguay könnte einen wichtigen Schritt hin zu nachhaltigeren und wissenschaftlich fundierten Methoden machen. Das Gesundheitsministerium führt gemeinsam mit der Japanischen Agentur für internationale Zusammenarbeit (JICA) eine Studie durch, die die Wirksamkeit eines biologischen Larvizids untersuchen soll. Dieses soll die Vermehrung der Mücke Aedes aegypti eindämmen, die Krankheiten wie Dengue, Chikungunya und Zika überträgt.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden, die stark auf chemische Insektizide und die Beseitigung von Brutstätten setzen, zielt die biologische Bekämpfung darauf ab, die Larvenphase der Mücke mithilfe natürlicher oder umweltschonender Wirkstoffe zu kontrollieren. Dieser Ansatz soll die Population des Überträgers verringern, ohne andere Organismen erheblich zu beeinträchtigen oder die Entstehung von Resistenzen gegen chemische Mittel zu begünstigen – eine wachsende Herausforderung in vielen Ländern.

Die Studie soll klären, ob die Technologie unter den klimatischen und ökologischen Bedingungen Paraguays wirksam bleibt. Die Ergebnisse sollen die nationalen Strategien zur Überwachung und Vektorkontrolle stärken und wissenschaftliche Erkenntnisse liefern, die die Einführung neuer Instrumente zur Vorbeugung von durch Mücken übertragenen Epidemien unterstützen könnten.

Die Initiative wird in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Dienst zur Malariabekämpfung (Senepa) durchgeführt, der für die Überwachung und Kontrolle der Mücke im Land zuständig ist. Bei einem Treffen besprachen der stellvertretende Gesundheitsminister für Gesundheitsaufsicht, José Ortellado, und die JICA-Landesvertreterin Chika Takahatake die technischen Aspekte des Projekts sowie den Umfang der Kooperationsvereinbarung, die die Forschung im Rahmen der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) ermöglichen soll.

Teilen WhatsApp Facebook LinkedIn

Quellen (1)

Aktualisiert: 08.08.2026, 10:00