Paraguay und Brasilien arbeiten an Abkommen zur Beschleunigung der Überstellung verurteilter Straftäter

Paraguay und Brasilien verhandeln über ein Abkommen, um die Überstellung verurteilter Personen zwischen beiden Ländern zu beschleunigen. Im Fokus stehen die Verkürzung bürokratischer Fristen wie offizielle Übersetzungen sowie die Einführung des elektronischen Gerichtsverfahrens.

Paraguay und Brasilien arbeiten an Abkommen zur Beschleunigung der Überstellung verurteilter Straftäter

Paraguay und Brasilien treiben ein Abkommen voran, um die Überstellung verurteilter Personen zwischen beiden Ländern zu beschleunigen. Vertreter des Obersten Gerichtshofs und des Justizministeriums Paraguays trafen sich, um Maßnahmen zur Verkürzung der derzeitigen Bearbeitungszeiten zu besprechen.

Im Rahmen des Treffens wurden die bestehenden Verfahren überprüft, um die institutionelle Zusammenarbeit zu stärken und eine schnellere Umsetzung der vom paraguayischen Staat eingegangenen Verpflichtungen im Bereich der internationalen justiziellen Zusammenarbeit zu gewährleisten. Das Justizministerium fungiert als zentrale Behörde in den Überstellungsverfahren, während der Oberste Gerichtshof über die Vollstreckungsgerichte für die Umsetzung der Beschlüsse und internationalen Abkommen zuständig ist.

Mónica Paredes, Leiterin der Abteilung für internationale justizielle Zusammenarbeit des Obersten Gerichtshofs, betonte, dass einer der größten Hindernisse die Zeit für die offizielle Übersetzung der Unterlagen ins Portugiesische sei – eine unverzichtbare Voraussetzung für die Bearbeitung der Verfahren in Brasilien. Diese Phase gilt als einer der Hauptgründe für Verzögerungen.

Als Lösung einigten sich beide Institutionen darauf, den Einsatz des elektronischen Gerichtsverfahrens für den Dokumentenaustausch und die Kommunikation voranzutreiben. Die Einführung dieser digitalen Plattform soll den Informationsfluss zwischen den beteiligten Behörden beschleunigen, administrative Fristen verkürzen und die Reaktionsfähigkeit des Justizsystems in internationalen Kooperationsverfahren verbessern.

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Quellen (1)

Aktualisiert: 08.08.2026, 10:00