Paraguay und USA unterzeichnen Atomabkommen in Washington und vertiefen regionale Zusammenarbeit

Paraguay und die USA haben in Washington ein Abkommen über die zivile Nutzung der Kernenergie unterzeichnet. Die Führungsspitzen beider Länder erörterten zudem regionale Themen wie die Lage in Venezuela und Nicaragua.

Paraguay und USA unterzeichnen Atomabkommen in Washington und vertiefen regionale Zusammenarbeit

Paraguay und die USA haben in Washington ein Abkommen über die Zusammenarbeit bei der friedlichen Nutzung der Kernenergie unterzeichnet. Das Abkommen wurde vom US-Außenminister Marco Rubio und dem paraguayischen Außenminister Rubén Ramírez Lezcano in Anwesenheit von Vizepräsident Pedro Alliana unterzeichnet.

Das als „Abkommen 123“ bekannte Instrument basiert auf dem US-Atomenergiegesetz von 1954 und ermöglicht die Lieferung von Nukleartechnologie für friedliche Zwecke wie Energieerzeugung und wissenschaftliche Forschung. Das Abkommen verpflichtet Paraguay, die strengen Standards der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) einzuhalten und eine Überwachung zuzulassen, um sicherzustellen, dass die Materialien nicht für militärische Zwecke abgezweigt werden.

Marco Rubio betonte die außergewöhnliche Entwicklung der bilateralen Beziehungen in den letzten 18 Monaten und äußerte den Wunsch, dass die Partnerschaft dauerhaft Bestand habe und Regierungswechsel überdauere. Er bezeichnete das Abkommen als klaren Beleg für die Vertiefung der Beziehungen zwischen beiden Ländern.

Außenminister Ramírez Lezcano unterstrich, dass die strategische Allianz nicht nur die bilaterale Sicherheitszusammenarbeit umfasst, sondern auch eine abgestimmte Haltung in regionalen Fragen. Die paraguayische Delegation führte zudem Gespräche mit US-Vertretern, darunter Staatssekretär Christopher Landau, um die umfassende bilaterale Agenda zu erörtern.

In einem separaten Gespräch telefonierte Präsident Santiago Peña mit dem US-Außenminister, wobei beide die Bedeutung der regionalen Abstimmung zur Lage in Venezuela hervorhoben. Paraguay und die USA forderten zudem gemeinsam eine Sondersitzung der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), um die politische Krise in Nicaragua zu behandeln.

Mit diesem Abkommen reiht sich Paraguay in die Gruppe der Länder der Region ein, die bereits ähnliche Abkommen zur zivilen Kernenergie-Zusammenarbeit mit den USA geschlossen haben, darunter Argentinien und Mexiko.

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Quellen (7)

Aktualisiert: 05.08.2026, 01:07