Soledad Núñez kritisiert Bellos Tarifvertrag und sagt, 93 Prozent der Mittel Asuncións flössen in laufende Ausgaben

Soledad Núñez warf Luis Bello vor, kurz vor der Wahl einen neuen Tarifvertrag voranzutreiben. In einem Interview mit ABC TV sagte sie, rund 93 Prozent der Mittel Asuncións seien für laufende Ausgaben bestimmt.

Soledad Núñez kritisiert Bellos Tarifvertrag und sagt, 93 Prozent der Mittel Asuncións flössen in laufende Ausgaben

Wenige Tage vor den Kommunalwahlen am 4. Oktober rückte die Oppositionskandidatin für das Bürgermeisteramt von Asunción, Soledad Núñez, die Prüfung der Stadtverwaltung ins Zentrum ihres Wahlkampfs. Zugleich kritisierte sie einen neuen Tarifvertrag, den der amtierende Bürgermeister Luis Bello vorgeschlagen hatte. Núñez sagte, die Initiative könne ein politisch begünstigendes System ausweiten und den Druck auf die Steuerzahler erhöhen; sie sei wenige Tage vor der Abstimmung dem Stadtrat vorgelegt worden.

In einem Interview mit ABC TV erklärte Núñez, rund 93 Prozent der kommunalen Mittel würden für laufende Ausgaben verwendet. Außerdem versprach sie, die Amtsführung des ehemaligen Bürgermeisters Óscar „Nenecho“ Rodríguez und der Übergangsverwaltung bis auf den letzten Guaraní zu prüfen. Ihre Vorwürfe zur politischen Verwendung von Mitteln und zum Anteil der Ausgaben waren Aussagen der Kandidatin; im verfügbaren Material gibt es keine unabhängige Überprüfung dieser Zahlen oder Behauptungen.

Núñez tritt für das Bündnis Juntos por Asunción an und stellt einen möglichen Sieg in der Hauptstadt als Möglichkeit dar, zu zeigen, dass die Opposition regieren und Bedingungen für eine Teilnahme an den allgemeinen Wahlen 2028 schaffen kann. Sie erwartet Stimmen unzufriedener Mitglieder der Colorado-Partei und rief zu einer Wahlbeteiligung von mehr als 60 Prozent auf. Raúl Latorre, Abgeordneter der brasilianischen Abgeordnetenkammer? [Correction: Paraguayan chamber] und Wahlkampfleiter von Camilo Pérez, wies ihre Prognose zurück: Er sagte, seiner Einschätzung nach würden unabhängige und oppositionelle Wähler für Pérez stimmen, während die Stimmen der Colorados an den Kandidaten der Asociación Nacional Republicana (ANR), der Colorado-Partei, gingen.

Pérez, der Kandidat der Colorados für das Bürgermeisteramt von Asunción, ist Gegenstand eines parteiinternen Ziels von 150.000 Stimmen. Gerardo „Gringo“ Benítez, Kandidat für den Stadtrat, sagte, die ANR wolle die bei den Vorwahlen in der Hauptstadt erzielten mehr als 133.000 Stimmen um rund 20.000 übertreffen. Dabei handelt es sich um ein Wahlkampfziel, nicht um eine unabhängige Schätzung der Wahlabsichten.

Der Wettbewerb in der Hauptstadt ist Teil eines größeren kommunalen Wahlkampfs. In Central und Alto Paraná sind insgesamt 1.960.920 Wähler registriert: 1.384.092 im ersten und 576.828 im zweiten Departement. Die Authentische Radikal-Liberale Partei (PLRA) will die Zahl der von ihr landesweit verwalteten Bürgermeisterämter von 77 auf 114 erhöhen; in Central strebt sie einen Anstieg von zehn auf 13 und in Alto Paraná von vier auf sieben an.

In Alto Paraná tritt die Bewegung Yo Creo in 18 der 22 Bezirke des Departements mit Kandidaten an. Ihr Koordinator Vidal Vázquez sagte, das Ziel sei, Ciudad del Este mit Daniel Mujica zu halten und sieben neue Bürgermeisterämter zu gewinnen, sodass ein Verbund aus acht Gemeinden entstehe. Die PLRA teilte mit, dass 70 Prozent der Stadtratskandidaten ihrer Liste 2 Mujica unterstützten; in Presidente Franco seien die Oppositionskandidaturen jedoch gespalten. In Itauguá versprach Miguel Prieto, den städtischen Haushalt während einer künftigen Amtszeit von Mauricio Ortiz zu verdreifachen, sollte der liberale Kandidat gewinnen. Das Versprechen gab er bei einer Wahlkampfveranstaltung ab.

Die Prognosen und Ziele der Parteien zeigen, wie Führungskräfte aus verschiedenen Regionen die Kommunalwahl als organisatorische Bewährungsprobe vor 2028 betrachten. Über den Ausgang entscheiden jedoch die Stimmen vom 4. Oktober; sie legen für sich genommen nicht das Ergebnis der Präsidentschaftswahl fest.

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Quellen (17)

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