Die Oppositionskandidatin für das Amt der Bürgermeisterin von Asunción, Soledad Núñez, hat fünf Regierungsstrategien für die paraguayische Hauptstadt präsentiert. Sie erklärte, ihr Plan ziele auf eine „korruptionsfreie Stadtverwaltung“ ab und solle Asunción auf das 500-jährige Stadtjubiläum vorbereiten, falls sie bei der Wahl am 4. Oktober gewählt werde.
Die Maßnahmen sind unter dem Motto „Asunción als produktive Stadt“ zusammengefasst und umfassen Initiativen für mehr Sauberkeit, Ordnung und Funktionalität. Núñez kündigte an, gemeinsam mit den Bürgern Plätze, Straßen sowie Freizeit- und Kulturflächen zurückzugewinnen und die Vermüllung der öffentlichen Wege zu reduzieren.
Zu den Schwerpunkten des Programms gehören Stadtplanung, die Verwaltung der Uferzonen, die Professionalisierung der städtischen Mitarbeiter, die Neuordnung der Stadtfinanzen sowie die Rückführung von Vermögenswerten in städtischen Besitz.
Während der Veranstaltung übte Núñez auch Kritik an der Stadtverwaltung und der gegnerischen politischen Gruppe. Nach Darstellung von Núñez sei die Wahl im Oktober eine Entscheidung zwischen dem Kurs, der Asunción in die aktuelle Lage gebracht habe, und der Möglichkeit, die Geschichte der Stadt neu zu schreiben. Zudem erklärte sie, ihr Kontrahent Camilo Pérez könne keine korruptionsfreie Verwaltung fordern, da er ihrer Darstellung zufolge derselben Gruppierung angehöre, die für Vernachlässigung und parallele Finanzstrukturen verantwortlich sei.
Pérez ist Kandidat der Nationalen Republikanischen Vereinigung – Partido Colorado (ANR) für die Fraktion Honor Colorado, die vom ehemaligen Präsidenten Horacio Cartes angeführt wird. Die Vorwürfe zu Vernachlässigung und parallelen Finanzstrukturen sind Wahlkampfbehauptungen von Núñez; eine detaillierte Stellungnahme von Pérez dazu lag im veröffentlichten Text nicht vor.
Die Kontrolle der Stadtverwaltung bestimmt die Organisation städtischer Dienstleistungen, der kommunalen Finanzen, öffentlicher Räume und der Stadtplanung in der Hauptstadt. An der Vorstellung nahmen Senatoren, Abgeordnete und Kandidaten für den Stadtrat von Asunción teil. Die Bürgermeisterwahl ist für den 4. Oktober angesetzt. Núñez’ Programm stellt die administrative und finanzielle Neuordnung der Stadtverwaltung ins Zentrum des Wahlkampfs um die Führung der Hauptstadt.
