Das Ministerium für öffentliche Arbeiten und Kommunikation (MOPC, Ministerio de Obras Públicas y Comunicaciones) und die Umweltorganisation WWF bestätigten, dass verschiedene Tierarten des paraguayischen Chaco begonnen haben, die im Abschnitt 1 des bi-ozeanischen Verkehrskorridors zwischen Carmelo Peralta und Loma Plata errichteten Wildtierpassagen zu nutzen.
Die ersten Aufnahmen von Überwachungskameras, die im Juni ausgewertet wurden, zeigen Tiere wie den Gürteltierbär (eine gefährdete Art), den Großen Ameisenbären, die Ozelotkatze und den Halsbandpekari, wie sie diese Bauwerke nutzen, um sicher unter der Straße hindurchzuqueren.
Carlos Molinas, Konnektivitätsexperte des WWF, erläuterte, dass die vorläufigen Ergebnisse 23 Säugetierarten identifiziert haben, darunter Fledermäuse und noch nicht klassifizierte Kleinsäuger. Er betonte, dass es zwar noch zu früh sei, um die endgültige Wirksamkeit der Maßnahmen zu bewerten, die Daten jedoch vielversprechend für das Zusammenleben von Verkehrsinfrastruktur und Biodiversität seien.
Abschnitt 1, der im Februar 2022 eingeweiht wurde, ist 275,7 km lang und umfasst 13 Wildtierpassagen. Die Bauarbeiten wurden vom Konsortium Bi-ozeanischer Verkehrskorridor ausgeführt, das sich aus den Unternehmen Queiroz Galvão S.A. und Ocho A S.A. zusammensetzt.
Neue Teilstücke der Route werden weiterentwickelt. Abschnitt 2, der sich derzeit in der Planungsphase befindet, sieht die Installation von etwa 15 Passagen für Großsäuger vor. Abschnitt 3, der zwischen Mariscal Estigarribia und Pozo Hondo ausgeführt wird, wird weitere 13 Wildtierpassagen umfassen.
