Abgeordneter wirft Bildungsminister vor, Lehrer ohne Qualifikation zu ernennen und geprüfte Bewerber zu benachteiligen

Der Abgeordnete Roberto González hat den Bildungsminister Luis Fernando Ramírez beschuldigt, 916 Aushilfslehrer ohne die erforderliche Qualifikation eingestellt zu haben und nannte konkrete Fälle, während nur 798 Beamte aus der Datenbank der qualifizierten Bewerber fest angestellt wurden.

Abgeordneter wirft Bildungsminister vor, Lehrer ohne Qualifikation zu ernennen und geprüfte Bewerber zu benachteiligen
KI-generierte Illustration.

Der Abgeordnete der Colorado-Partei, Roberto González, hat den Bildungsminister Luis Fernando Ramírez beschuldigt, den Einstieg in den Lehrerberuf in einen "Markt für Gefälligkeiten, Willkür und Privilegien" zu verwandeln. Die Erklärung erfolgte, nachdem der Parlamentarier Zugang zu Dokumenten des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft (MEC) erhalten hatte, die er seit Monaten angefordert hatte und dabei auf das stieß, was er als "unendliche Hindernisse" des cartistischen Lagers beschrieb.

González behauptete, dass die Amtsführung des Ministers, der öffentlich predigt, dass nur die Besten vor den Klassen stehen sollten, in der Hauptstadt 916 Lehrerinnen und Lehrer auf Zeit ernannt habe, gegenüber nur 798 Lehrkräften, die Auswahlverfahren bestanden haben und in der "Banco de Datos Elegibles" (Datenbank der qualifizierten Bewerber) verzeichnet sind. Er nannte konkrete Fälle mutmaßlicher Unregelmäßigkeiten, wie den des Lehrers Osvaldo Bogado, der für die Sekundarschule mit einem Abschluss in Bildender Kunst ernannt wurde, und der Lehrerin Ana Roa, die für den Englischunterricht in der Grundschule mit einem Abschluss in Frühkindlicher Bildung eingesetzt wurde. Laut dem Abgeordneten verfügten beide nicht über das erforderliche Qualifikationsprofil für die Stellen.

Der Parlamentarier fragte, wer die berufliche Qualifikation überprüft und diese Ernennungen genehmigt habe, und stufte die Praxis als eine "Staatspolitik" ein, die sich über das Gesetz und die Leistung lustig mache. Er bedauerte, dass das Ministerium angesichts der Skandale um gefälschte Abschlüsse weiterhin "Empfohlene" bevorzuge, und zwar zu Lasten von Lehrkräften, die die regulären Auswahlverfahren durchlaufen haben und in der "Banco de Datos Elegibles" auf ihre Chance warten.

Quellen (1)

Aktualisiert: 22.07.2026, 01:30