Estefanía Laterza übernimmt das Amt der paraguayischen Botschafterin in den USA mit umfassender bilateraler Agenda

Estefanía Laterza de los Ríos hat das Amt der paraguayischen Botschafterin in den USA übernommen und plant für die ersten zwei Jahre eine Zusammenarbeit in Politik, Wirtschaft, Handel, Sicherheit, Wissenschaft, Bildung, öffentlicher Diplomatie und Gemeinschaftsfragen.

Estefanía Laterza übernimmt das Amt der paraguayischen Botschafterin in den USA mit umfassender bilateraler Agenda

Estefanía Laterza de los Ríos hat am Freitag, dem 4. September 2026, das Amt der außerordentlichen und bevollmächtigten Botschafterin Paraguays in den Vereinigten Staaten angetreten. Die Vereidigung fand im Palacio de López in Asunción im Beisein von Präsident Santiago Peña, Außenminister Rubén Ramírez Lezcano und dem Präsidenten der Abgeordnetenkammer, Raúl Latorre, statt.

Laterza wurde von Peña ernannt, erhielt die verfassungsmäßige Zustimmung des Senats und löst Gustavo Leite ab, der die Botschaft in Washington verließ, um in den Senat zurückzukehren. Ihre Nominierung stieß bei Teilen der Colorado-Partei, darunter in den USA ansässigen Parteivertretern, auf Widerstand. Diese kritisierten, dass die Diplomatin keiner Partei angehört. Der Senat bestätigte die Ernennung dennoch.

Laterza erklärte, sie wolle die derzeitige Annäherung zwischen Asunción und Washington in eine dauerhafte Politik überführen. „Die Idee ist, dass dieser Moment nicht einfach nur ein Moment bleibt, sondern zu einer langfristigen Agenda wird“, sagte sie.

Das dem Senat vorgelegte Arbeitsprogramm umfasst eine erste Phase von zwei Jahren und sechs Bereiche: politische Beziehungen; die Wirtschafts- und Handelsagenda; Sicherheit und Verteidigung; Wissenschaft und Innovation; Bildung; die Unterstützung von Paraguayern, die in den USA leben oder Verbindungen zu dem Land unterhalten; sowie öffentliche Diplomatie. Letztere soll paraguayische Gemeinschaften, Universitäten und Forschungszentren miteinander vernetzen.

Zu den Prioritäten zählt die Stärkung der Kontakte zum US-Kongress, der an Entscheidungen über Haushalt und Zusammenarbeit beteiligt ist. Laterza will außerdem Handelsverhandlungen unterstützen und die Präsenz paraguayischer Produkte ausbauen. Das Ziel, Investitionen in Technologie, die Schaffung von Arbeitsplätzen und nachhaltige Entwicklung anzuziehen, wurde der Diplomatin in von Forbes Paraguay veröffentlichten Aussagen zugeschrieben.

Die Botschafterin erklärte, Washington betrachte Paraguay inzwischen nicht nur als bilateralen Partner, sondern auch als Land mit regionaler Ausstrahlung. Die Agenda wird in einer Phase verstärkter Zusammenarbeit zwischen den Regierungen von Peña und Donald Trump umgesetzt. Sie umfasst politische, handels-, migrations- und verteidigungspolitische Fragen sowie ein Abkommen über sichere Drittstaaten — nach dem ein Land für die Aufnahme bestimmter Schutzsuchender als sicher gelten kann —, ein migrationspolitisches Memorandum und das Abkommen über den Status der Streitkräfte (SOFA). Dieses regelt den Status von US-Militärangehörigen oder US-Streitkräften in Paraguay.

Zu den Einwänden gegen ihre Ernennung sagte Laterza, diese gehörten zur demokratischen Debatte. „Paraguay ist eine pluralistische Demokratie, in der die Verfassung die Rechte aller schützt“, erklärte sie und verteidigte die Wahrung der Freiheitsrechte und institutionellen Garantien.

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Quellen (7)

Aktualisiert: 05.09.2026, 01:01