Fachärzte ziehen Kündigungen zurück und setzen Streikbeteiligung aus – Einigung mit paraguayischem Gesundheitsministerium

Paraguayische Fachärzte haben ihre Kündigungen zurückgezogen und die Teilnahme am Streik am 21. und 22. September ausgesetzt, nachdem das Gesundheitsministerium eine Vereinbarung getroffen hatte. Diese sieht vor, über höhere Gehälter für Bereiche mit hoher medizinischer Komplexität zu verhandeln, was jedoch noch von der Haushalts- und Gesetzgebungsfreigabe abhängt.

Fachärzte ziehen Kündigungen zurück und setzen Streikbeteiligung aus – Einigung mit paraguayischem Gesundheitsministerium

Das paraguayische Ministerium für öffentliche Gesundheit und soziale Wohlfahrt lehnte die Kündigungen von Fachärzten in kritischen Bereichen ab und schloss noch am selben Tag eine Vereinbarung, wonach die Mediziner ihre Kündigungen zurückziehen und nicht am für den 21. und 22. September geplanten Streik des Nationalen Ärzteverbands (Sinamed) teilnehmen.

Die von Gesundheitsministerin María Teresa Barán unterzeichnete Resolution hält Fachärzte für Anästhesiologie, Kinderchirurgie, Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin im öffentlichen System. Die Regierung begründet dies mit dem begrenzten Angebot an solchen Fachkräften und der Schwierigkeit, sie kurzfristig zu ersetzen – insbesondere in Bereichen, die auf Kinder und Jugendliche spezialisiert sind.

Der Text verweist auf Artikel 56 des Gesetzes Nr. 7.445/25, der der zuständigen Behörde erlaubt, Kündigungen zu prüfen, wenn das öffentliche Interesse betroffen ist. Barán erklärte, die Ärzte hätten in Gesprächen mit dem Ministerium selbst den Wunsch geäußert, weiter im öffentlichen Dienst zu arbeiten. „Der Dialog bleibt offen, und wir sind bereit, weiter an gemeinsamen Lösungen zu arbeiten“, sagte sie.

Die spätere Vereinbarung sieht die Einrichtung eines Arbeitskreises vor, der ein höheres Gehalt für Fachärzte und Subspezialisten in hochkomplexen und kritischen medizinischen Bereichen festlegen soll. Dazu zählen unter anderem Neurochirurgie, Herzchirurgie sowie neonatologische, pädiatrische und erwachsenenbezogene Intensivmedizin.

Die Senatorinnen Noelia Cabrera, Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Senats, und Lilian Samaniego sagten zu, einen technischen und gesetzgeberischen Vorschlag einzubringen, um die Mittel im nächsten Staatshaushalt zu verankern. Die Finanzierung soll über den Haushaltstitel 183, den sogenannten Fonds für Neukategorisierung, erfolgen.

Die Einigung verhindert kurzfristig den Abgang der Fachärzte und ihre Beteiligung am Streik des Sinamed. Dadurch bleibt die Planung komplexer medizinischer Eingriffe im öffentlichen Gesundheitsnetz von Asunción und den Departementshauptstädten gesichert. Die Einführung der Gehaltszulage hängt jedoch noch von der haushaltstechnischen Machbarkeit und den entsprechenden gesetzgeberischen Schritten ab.

Das Ministerium verwies zudem auf Maßnahmen, die zwischen 2023 und 2026 zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen ergriffen wurden: eine vertragliche Wochenarbeitszeit von 12 Stunden mit verdoppeltem Stundensatz, eine Erhöhung der Vergütung für Assistenzärzte von 4 Millionen Guaraní auf 6 Millionen Guaraní, Gehaltsanpassungen für Landärzte in der Ausbildung, die Einstellung von 5.141 Fachkräften durch Wettbewerbe sowie die Genehmigung von 13.230 Ernennungen, um die prekären Arbeitsverhältnisse im öffentlichen Dienst zu verringern.

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Quellen (7)

Aktualisiert: 11.09.2026, 01:00