Das paraguayische Instituto de Previsión Social (IPS), zuständig für die soziale Sicherung und öffentliche Gesundheitsversorgung der Versicherten, hat am Montag, dem 7. September, die digitale Erfassung der Rentner und Pensionsempfänger 2026 gestartet. Die Aktualisierung ist verpflichtend, kostenlos und steht rund 90.855 Leistungsbeziehern bis zum 7. Dezember offen. Als Institution, die das paraguayische Rentensystem verwaltet, nutzt das IPS die Erfassung, um die für die Leistungsverwaltung wichtigen Register aktuell zu halten.
Die Erfassung wurde durch die Resolution C.A. Nr. 057-008/2026 des Verwaltungsrats des IPS beschlossen und entspricht Artikel 47 des Gesetzes Nr. 430/73. Die Vorschrift verpflichtet das Institut, das Register der Rentenversicherten aktuell zu halten, und die Leistungsbezieher, die geforderten Angaben zu machen.
Das Formular verlangt persönliche Daten und Kontaktdaten wie Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Familienstand sowie Informationen zu Angehörigen oder Erben. Ziel der Aktualisierung ist es, die Kommunikation zu verbessern, Dienstleistungen zu planen, die Verwaltungskontrollen zu stärken und das Risiko unrechtmäßiger Zahlungen zu verringern, die den Gemeinsamen Renten- und Pensionsfonds belasten könnten.
Das Verfahren wird ausschließlich online über Computer oder Smartphone durchgeführt und umfasst die Vorlage von Dokumenten sowie Mechanismen zur Identitätsprüfung. Bicia Jarolin, Koordinatorin der Rentenabteilung des IPS, erklärte in einem Interview mit paraguayischen Medien, dass die Erfassung alle drei Jahre stattfindet und die aktuelle Version den Prozess im Vergleich zur Erhebung 2020 vereinfachen soll, für die noch gedruckte Unterlagen und Bescheinigungen erforderlich waren.
Das IPS stellte klar, dass die Erfassung die monatlichen Zahlungen nicht automatisch unterbricht. Die Aktualisierung der Stammdaten ist nicht identisch mit der sogenannten Lebensbescheinigung, einem regelmäßigen Nachweis, mit dem Leistungsbezieher bestätigen, dass sie am Leben sind, und so die Auszahlung der Leistung sichern. Wie Jarolin erläuterte, kann das Fehlen der vierteljährlichen Lebensbescheinigung dazu führen, dass die Auszahlung ausgesetzt wird, bis die Unterlagen nachgereicht sind. Die Erfassung dient dagegen der Aktualisierung persönlicher, familiärer und kontaktbezogener Daten. Praktisch bedeutet das: Auch wer die Erfassung abschließt, erhält die Leistung nicht weiter, wenn die separate vierteljährliche Lebensbescheinigung nicht eingereicht wird.
Leistungsbezieher, die Schwierigkeiten beim Zugang zum Internet, mit ihrer Mobilität oder mit digitalen Werkzeugen haben, können sich gemäß den Angaben des IPS an ausgewiesene Stellen wenden. Unterstützung gibt es in Regionalbüros sowie in Einrichtungen für Rentner, etwa im Parque de la Salud, im Hospital 12 de Junio und im Hospital Ingavi in Asunción und im Departamento Central. Das Hospital Central wurde von der Liste gestrichen, um Überlastungen in Notaufnahmen und Bereichen mit hochkomplexer Versorgung zu vermeiden.
Für Fragen nannte das IPS die WhatsApp-Nummern 0962 120185 und 0962 354854 sowie die E-Mail-Adressen [email protected] und [email protected]. Das Institut empfiehlt, den Personalausweis und aktuelle Informationen zu den Familienangehörigen bereitzuhalten.
