Paraguays Steuerbehörde verlangt Offenlegung von Kryptoanlagen über 5.000 US-Dollar – Unternehmer fürchten Abwanderung in die Schattenwirtschaft

Die paraguayische Steuer- und Zollbehörde DNIT verlangt die jährliche Deklaration von Krypto-Transaktionen über 5.000 US-Dollar. Lokale Unternehmer warnen, die Regelung könne Nutzer wegen hoher Kosten und bürokratischer Hürden in die Schattenwirtschaft treiben, und fordern Nachbesserungen.

Paraguays Steuerbehörde verlangt Offenlegung von Kryptoanlagen über 5.000 US-Dollar – Unternehmer fürchten Abwanderung in die Schattenwirtschaft

Die paraguayische Steuer- und Zollbehörde (DNIT) hat die Allgemeine Resolution Nr. 47/2026 umgesetzt, die die Offenlegung von Krypto-Transaktionen über 5.000 US-Dollar pro Jahr vorschreibt – einschließlich Geschäften über internationale Plattformen oder ohne Zwischenhändler. Die Regelung, die ab März 2027 über das System Marangatu (die Deklarationsplattform der DNIT) erfüllt werden muss, sorgt bereits bei Unternehmern für Besorgnis. Sie warnen vor einer Abwanderung von Nutzern in den informellen Markt.

Marcelo Dvojak, Präsident von BitBase, und Nicole Cobelli, Vizepräsidentin von X4T, erklärten gegenüber ABC Color, dass der Umfang der geforderten Informationen und die zusätzlichen Betriebskosten für lokale Unternehmen Kunden vertreiben könnten. Dvojak berichtete, sein Unternehmen arbeite bereits mit Verlusten: „Im vergangenen Monat habe ich nicht einmal genug eingenommen, um die Miete zu zahlen.“ Er führt den Rückgang auf verändertes Nutzerverhalten zurück, das zunehmend auf unregulierte Kanäle ausweiche.

Die Unternehmer plädieren dafür, dass sich die Regulierung auf steuerrelevante Vorgänge wie Kauf und Verkauf konzentrieren sollte – nicht auf den bloßen Besitz von Kryptowährungen in privaten Wallets. „Wir wollen Gesetze, wir wollen, dass Transaktionen besteuert werden. Nicht der Besitz“, erklärte Dvojak.

Cobelli wies zudem auf den Wettbewerbsnachteil paraguayischer Unternehmen gegenüber ausländischen Plattformen hin, die keine lokalen Compliance-Kosten tragen müssten. „Der Nutzer kann auf diese Alternative ausweichen, und das paraguayische Unternehmen verliert das Geschäft“, sagte sie. Beide fordern einen umgehenden Dialog mit der DNIT, um die Regelung vor Inkrafttreten der Meldepflicht anzupassen.

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Quellen (1)

Aktualisiert: 22.08.2026, 01:00