Stadt Lambaré fordert Anwohner des Bachufers zum präventiven Verlassen der Risikozone auf

Die Stadtverwaltung von Lambaré hat Anwohner am Lambaré-Bach aufgefordert, die gefährdete Zone präventiv zu verlassen. Als Gründe nannte sie Überschwemmungs-, Bachüberlauf-, Erdrutsch- und Erosionsgefahren durch das El-Niño-Phänomen und schwere Regenfälle. Die Betroffenen fordern stattdessen nachhaltige Hochwasserschutzmaßnahmen.

Stadt Lambaré fordert Anwohner des Bachufers zum präventiven Verlassen der Risikozone auf

Die Stadtverwaltung von Lambaré hat Anwohner, die am Lambaré-Bach und in dessen Sicherheitszone leben, offiziell aufgefordert, das Gebiet präventiv zu verlassen. Die Maßnahme wurde von der städtischen Abteilung für Stadtentwicklung ergriffen, da das El-Niño-Phänomen einsetzt und schwere Wetterereignisse erwartet werden.

In dem Schreiben werden Risiken wie Überschwemmungen, Bachüberläufe, Erdrutsche und Bodenerosion genannt. Die Anwohner werden zudem aufgefordert, bei starken Unwettern Strom- und Gasnetze abzuschalten, plötzliche Wasserstandsanstiege zu beobachten und keine Abfälle oder Bauschutt im Bachbett zu entsorgen.

Die Aufforderung zum Verlassen der Gefahrenzone soll die körperliche Unversehrtheit der Familien schützen. Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass sie für mögliche Schäden keine Haftung übernimmt. Die Maßnahme sorgt bei den seit Jahrzehnten dort lebenden Anwohnern für Besorgnis, da sie nach eigenen Angaben bisher nicht vom Wasser erreicht wurden.

Celsa Villamayor, Bewohnerin des Stadtteils Mariscal López, zeigte sich überrascht von der Mitteilung. „In den 50 Jahren, die wir hier leben, ist so etwas noch nie passiert. Das Wasser hat uns nie erreicht, und wir wollen nicht wegziehen“, sagte sie.

Villamayor kritisierte zudem das Fehlen nachhaltiger Hochwasserschutzmaßnahmen. Ihrer Aussage nach wurde der bestehende Kanal für den Wasserabfluss von einem Nachbarn gebaut, ohne Beteiligung der Stadt. „Die Lösung wäre eine vollständige Kanalisierung. Was uns angeboten wird, ist keine dauerhafte Hilfe, sondern nur eine vorübergehende Maßnahme“, erklärte sie.

Die Situation zeigt zwei unterschiedliche Lösungsansätze für die Risiken am Bach: das sofortige präventive Verlassen der Gefahrenzone durch die Anwohner und deren Forderung nach dauerhaften Maßnahmen. Für die Betroffenen bedeutet die Aufforderung eine Bedrohung ihres langjährigen Lebensmittelpunkts, während die Stadtverwaltung die Vorsichtsmaßnahme mit dem fortschreitenden El Niño und der Gefahr heftiger Regenfälle begründet. Der Fall verdeutlicht zudem die Herausforderung des kommunalen Risikomanagements und die Bedeutung städtischer Hochwasserpolitik für Bewohner gefährdeter Gebiete.

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Quellen (1)

Aktualisiert: 27.08.2026, 00:19