Das Instituto de Previsión Social (IPS) verfügt über keine spezifischen internen Protokolle, um Kapital und Zinsen zurückzuholen, falls eine Bank, die Mittel der Sozialversicherung erhält, in Zahlungsverzug gerät, insolvent wird oder bankrottgeht. Darauf wies eine Prüfung durch den paraguayischen Rechnungshof hin, der eigene Mechanismen zur Prävention, Überwachung und Rückholung der Anlagen empfahl.
Auf die Frage nach den geltenden Verfahren für Sparbriefzertifikate (CDA) teilte das Instituto de Previsión Social mit, es stütze sich ausschließlich auf das Gesetz Nr. 2.334/2003 über die Einlagensicherung. Nach Ansicht des Rechnungshofs ersetzt dieser gesetzliche Verweis keine internen operativen Protokolle, die das Vorgehen des Instituts im Fall einer Bankenkrise anleiten können.
Die Lücke betrifft Mittel des Gemeinsamen Fonds für Altersversorgung und Pensionen (FCJP), die nach den in den Gesetzen Nr. 98/92 und Nr. 7.235/23 vorgesehenen Kriterien der Sicherheit, Diversifizierung und des Risikomanagements verwaltet werden müssen. Die CDA machen laut dem institutionellen Kontext des Fonds 46,62 % des Anlageportfolios des IPS aus.
Die Prüfung stellte außerdem eine Veränderung bei der Verteilung der Einlagen in Guaraní fest. Der Anteil der Anlagen bei Banken mit dem Rating AAA sank von 22,72 % im Jahr 2023 auf 15,36 % Ende 2025 – ein Rückgang um 7,36 Prozentpunkte. Im selben Zeitraum stieg der Anteil von Instituten mit dem Rating AA von 63,54 % auf 75,32 %, während die Kategorie A von 13,74 % auf 9,32 % zurückging.
Der Bericht stellt klar, dass diese Veränderung nicht auf eine bewusste Desinvestitionspolitik des IPS zurückging. Die Konzentration im Bereich AA entstand vor allem deshalb, weil Institute wie die ueno bank und Banco Familiar ihre Risikoeinstufung von A auf AA verbesserten.
Bei den Anlagen in US-Dollar stieg der Anteil von Banken mit dem Rating AAA von 9,63 % im Jahr 2024 auf 17,12 % im Jahr 2025. Die Kategorie AA machte 64,65 % des Portfolios aus, während der Anteil der Kategorie A von 40,55 % im Jahr 2023 auf 18,23 % im Jahr 2025 sank. Die Übernahme der Banco Río durch Banco Continental beeinflusste einen Teil dieser Entwicklung.
Nach Ansicht des Rechnungshofs setzt das Fehlen eigener Verfahren die Rücklagen einem Gegenparteirisiko aus: Sollte ein Finanzinstitut zusammenbrechen, wäre das IPS auf das allgemeine Verfahren nach den gesetzlichen Bestimmungen zur Einlagensicherung angewiesen, ohne über einen detaillierten internen Plan zum Schutz der Mittel der Versicherten zu verfügen.
