Paraguayische Fachärzte haben ihre Kündigungen zurückgezogen und die Teilnahme am Streik am 21. und 22. September ausgesetzt, nachdem das Gesundheitsministerium eine Vereinbarung getroffen hatte. Diese sieht vor, über höhere Gehälter für Bereiche mit hoher medizinischer Komplexität zu verhandeln, was jedoch noch von der Haushalts- und Gesetzgebungsfreigabe abhängt.
María Teresa Barán
Pytagua-Berichterstattung zu María Teresa Barán.
Die paraguayische Regierung hat eine Gehaltsanpassung und ein Vergütungsstufensystem für Ärzte im öffentlichen Gesundheitswesen vorgeschlagen, nachdem medizinische Vertreter 631 Rücktrittsgesuche genannt hatten. Das Gesundheitsministerium zählt 270 formal eingereichte Fälle.
Die paraguayische Regierung schlägt vor, ab Juli 2027 die Gehälter angestellter Ärzte an die fest angestellter Kollegen anzugleichen und Feiertagsarbeit zu vergüten. Der Ärzteverband Sinamed hält das Angebot für unzureichend und wird am 3. September über einen neuen landesweiten Streik entscheiden.
Der Ärzteverband Sinamed entscheidet am Donnerstag, 3. September, ob nach einem fünftägigen Ausstand ein neuer landesweiter Streik im öffentlichen Gesundheitssystem ausgerufen wird. Die Unzufriedenheit mit Gehältern, Arbeitsbedingungen und der Versorgung mit Medikamenten und medizinischem Material bleibt bestehen.
Der Entwurf des paraguayischen Staatshaushalts 2027 sieht Ausgaben in Höhe von 166,322 Billionen Guaraníes vor – ein Plus von 11,2 % – und ein Haushaltsdefizit von bis zu 3,9 % des BIP. Eine Lohnerhöhung für die streikenden Ärzte ist jedoch nicht enthalten. Gleichzeitig wurden fünf Säuglinge aus der Neonatologie eines Krankenhauses in Ciudad del Este verlegt, nachdem ein Flohbefall aufgetreten war.
Mindestens 197 Fachärzte in Paraguay haben nach einem fünftägigen Streik ihre Kündigungen eingereicht. Patienten berichten von Medikamentenmangel, während die Regierung die Ablehnung einer linearen Lohnerhöhung mit Haushaltsrestriktionen begründet. Geplant sind Maßnahmen zur Besetzung offener Stellen, die Regularisierung von 2.390 befristet Beschäftigten und die Aufnahme von 760 Millionen US-Dollar für Medikamente und medizinisches Material in den Haushaltsentwurf 2027 – der noch nicht verabschiedet ist. Auch Hochschuldozenten drohen mit Protesten. Eduardo Nakayama schlägt vor, staatlich finanzierte Privatversicherungen abzuschaffen und jährlich 100 bis 120 Millionen US-Dollar in die öffentliche Gesundheitsversorgung zu investieren, ohne den unter Druck stehenden Sozialversicherungsträger IPS zusätzlich zu belasten.
Der landesweite Ärztestreik in Paraguay dauert seit fünf Tagen an, ohne dass eine Einigung mit der Regierung in Sicht ist. 39 Kinderchirurgen kündigten an, ihre Stellen zu kündigen, falls bis Freitag (28. August) keine konkrete Lösung vorliegt. Die Regierung bietet eine gestaffelte Gehaltserhöhung von 76 % über 14 Monate an, doch Parlamentarier sind uneins über die Finanzierung.
Der landesweite Ärztestreik in Paraguay hat am zweiten Tag nicht dringende Arzttermine und Operationen ausgesetzt. Die Gewerkschaft Sinamed fordert Lohnerhöhungen, Arbeitsplatzsicherheit und bessere Arbeitsbedingungen, während Regierung und Parlament unter Haushaltszwängen verhandeln.
Die paraguayische Regierung hat die Schaffung von 11.100 unbefristeten Stellen im Gesundheitssektor genehmigt – eine historische Maßnahme, die wenige Tage vor dem Beginn eines nationalen Ärztestreiks angekündigt wurde. Die Mediziner fordern eine Gehaltsanpassung.
Der paraguayische Senat hat in einem Ausschuss einen Kredit über 286 Millionen US-Dollar für einen Integrationskorridor gebilligt. Gleichzeitig warfen Oppositionsssenatoren dem Ministerium für öffentliche Bauvorhaben (MOPC) Korruption vor, da angeblich überteuerte Preise bei Ausschreibungen gezahlt wurden. Die Ministerin Claudia Centurión wurde aufgefordert, sich zu den Vorwürfen zu äußern.
Der Finanzausschuss des paraguayischen Senats hat ein Projekt gestoppt, das Kommunikationsmittel für den Gesundheitssektor umwidmen sollte, und die Prüfung einer Haushaltsaufstockung zur Begleichung von Schulden des Sektors um 15 Tage verschoben.
Präsident Santiago Peña eröffnete einen neuen onkologischen Block im Regionalhospital Caazapá und versprach die Dezentralisierung des öffentlichen Gesundheitswesens, doch die Zusage steht im Gegensatz zu anhaltenden Medikamentenengpässen und mangelhafter Infrastruktur.