Der Senat wies mit 28 Stimmen das Veto von Santiago Peña gegen die Enteignung eines Teils eines Grundstücks in Nanawa zurück. Sie soll der rechtlichen Regelung einer Wassergewinnungs- und Aufbereitungsanlage der Essap dienen. Als Nächstes prüft die Abgeordnetenkammer die Entscheidung.
Ministerio de Economía y Finanzas
Pytagua-Berichterstattung zu Ministerio de Economía y Finanzas.
Das paraguayische Ministerium für Wirtschaft und Finanzen platzierte im September Staatsanleihen im Wert von 230,527 Milliarden Guaraní zu niedrigeren Zinsen, allerdings mit dem geringsten Volumen der vier inländischen Transaktionen des Jahres 2026. Damit ist die Aussagekraft für die Finanzierungskosten bei größerem Umfang begrenzt.
Für Bauvorhaben, Abwasserentsorgung, Energie und Entwicklung bündelt Paraguay externe Finanzierungen in Höhe von 1.627,7 Millionen US-Dollar. Die Mittel verteilen sich auf Vorhaben in unterschiedlichen Genehmigungs- und Verwaltungsphasen. Sie sind keine tatsächlichen Auszahlungen und sollten nicht als vollständig sofort verfügbar verstanden werden.
Paraguays öffentliche Verschuldung erreichte Ende Juli 2026 22,208 Milliarden US-Dollar, rund 12 % mehr als ein Jahr zuvor. Die Schuldenquote sank dennoch auf 34,8 % des Bruttoinlandsprodukts. Dazu trug auch der stärkere Guaraní bei: Der US-Dollar verlor zwischen Ende Dezember und Ende Juli rund 9,3 % gegenüber der Landeswährung. Gleichzeitig meldet Asunción Zahlungen von 73,4 Milliarden Guaraní auf Verpflichtungen aus früheren Anleiheemissionen.
Die Öffnung der Brücke der Integration erfolgt schrittweise. Rund 7.500 Lastwagen haben den Korridor bereits passiert, während die paraguayische Zufahrt zur Internationalen Freundschaftsbrücke auf etwa vier Kilometern der Ruta PY02 zahlreiche Schlaglöcher aufweist.
Der Entwurf für Paraguays Haushalt 2027 sieht ein Haushaltsdefizit von 3,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts vor, das teilweise auf die Begleichung ausstehender Schulden entfällt. Ex-Minister Benigno López kritisiert, dass der Plan die Kapazität öffentlicher Dienstleistungen kaum ausweitet und Investitionen unter Druck setzt.
Paraguay wird am 23. September über die Börse von Asunción die vierte inländische Emission von Staatsanleihen im Jahr 2026 durchführen. Dabei werden Serien mit Laufzeiten bis 2030 und 2035 wieder geöffnet, um den Haushalt zu finanzieren und den Kapitalmarkt in Guaraní zu erweitern.
Die Anhebung der US-Leitzinsen auf eine Spanne von 3,75 % bis 4 % könnte den Dollar stärken und die Attraktivität von Anlagen in Guaraní verringern. Analysten gehen jedoch davon aus, dass interne Faktoren die unmittelbaren Auswirkungen auf den paraguayischen Wechselkurs begrenzen werden.
Die Zentralverwaltung Paraguays hat zwischen Januar und August 2026 insgesamt 46 Billionen Guaraníes ausgegeben. Die Mittel flossen vor allem in Gehälter, Transferleistungen, Sozialprogramme und das Gesundheitswesen, das 2,1 Billionen Guaraníes für die Begleichung pharmazeutischer Verpflichtungen sowie die Sicherstellung der Versorgung mit Medikamenten und medizinischem Material erhielt.
Paraguayische Lehrkräfte führen am 17. und 18. September einen landesweiten Streik durch, um die Aufnahme einer 8-prozentigen Gehaltserhöhung in den Haushalt 2027 zu erzwingen. Eine Ausweitung der Proteste und die Unterstützung des Ärztestreiks sind möglich.
Der Entwurf des paraguayischen Staatshaushalts für 2027 sieht 76,5 Millionen US-Dollar für den öffentlichen Nahverkehr in Asunción und der Metropolregion vor. Die Finanzierung ist mit öffentlicher Kreditaufnahme und laut lokalen Berichten mit der Ausgabe von Anleihen verbunden. Abgeordnete kritisieren die Erhöhung wegen anhaltender Probleme im Verkehrssystem.
Das paraguayische Finanzministerium hat in den ersten acht Monaten des Jahres 2026 über 2,33 Billionen Guaraníes an Departements- und Kommunalverwaltungen überwiesen. Eine Aufstellung verzeichnet für Asunción und fünf weitere Gemeinden keine Überweisungen, nennt jedoch nicht allein die konkrete individuelle Ursache in jedem Fall.
Das binationale Wasserkraftwerk Itaipu hat in den ersten acht Monaten des Jahres 2026 insgesamt 310 Millionen US-Dollar an Paraguay überwiesen. Die Mittel fließen in Royalties, Energieabtretungen und Investitionen des staatlichen Stromversorgers ANDE. Seit August 2023 summieren sich die Zahlungen auf 1,532 Milliarden US-Dollar für den Staatshaushalt, Schulspeisungen, Bauprojekte und die Strominfrastruktur.
Der Entwurf des Staatshaushalts Paraguays für 2027 plant ein Haushaltsdefizit von 3,9 % des Bruttoinlandsprodukts, Ausgaben in Höhe von 166,3 Billionen Guaraní und die Erweiterung sozialer Programme, darunter 30.000 neue Empfänger der Altersrente.
Präsident Santiago Peña bekräftigt, dass sein Kabinett keine Steuererhöhungen plant, während das Finanzministerium und die Steuerbehörde DNIT Vergünstigungen im Wert von rund einer Milliarde US-Dollar überprüfen. Gleichzeitig fordern Ärzte Gehaltsanpassungen und protestieren gegen Mängel im Gesundheitssystem.
Das Programm „Ältere Erwachsene“ wird 2027 rund 564 Millionen US-Dollar kosten, 30.000 neue Leistungsempfänger aufnehmen und insgesamt 406.000 neue Begünstigte erreichen. Etwa 100.000 weitere Personen werden jedoch erst 2028 vollständig in das Programm integriert. Wirtschafts- und Finanzminister Óscar Lovera gab zudem bekannt, dass bereits 200 Millionen US-Dollar für Medikamente und medizinisches Material im Haushalt 2026 vorgesehen sind. Einen allgemeinen Lohnanstieg von 76 Prozent für 12.000 Ärzte lehnte er wegen fehlender Finanzierung ab. Rossana González, Vorsitzende des Ärzteverbands, räumte ein, zwei Anstellungen im Gesundheitsministerium und eine Doppelanstellung beim Instituto de Previsión Social (IPS) zu haben, mit einem monatlichen Einkommen von etwa 25 Millionen Guaraní. Sie bestätigte zudem, 2025 angeblich 37 Patienten behandelt zu haben und 2026 keine, betonte jedoch, im Hospital San Pablo tätig zu sein, wo 1.200 Mitarbeiter in prekären Verhältnissen arbeiten.
Die Staatsverschuldung Paraguays ist innerhalb von zwölf Monaten um 15 Prozent gestiegen und erreichte im ersten Halbjahr 2026 21,947 Milliarden US-Dollar, was 34,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts entspricht. Die Regierung plant, das Haushaltsdefizit bis 2028 auf 1,5 Prozent zu senken.
Die paraguayische Regierung hält an ihrem Versprechen fest, die Steuersätze bis 2028 nicht zu erhöhen. Gleichzeitig prüft sie jedoch Steuervergünstigungen und Sonderregelungen wie das Maquila-System, die dem Staat Einnahmen von bis zu einer Milliarde US-Dollar entgehen lassen. Im Parlament werden derweil neue Steuern und Ausgabenkürzungen diskutiert, um öffentliche Prioritäten zu finanzieren.
Der Entwurf des paraguayischen Staatshaushalts 2027 sieht Ausgaben in Höhe von 166,322 Billionen Guaraníes vor – ein Plus von 11,2 % – und ein Haushaltsdefizit von bis zu 3,9 % des BIP. Eine Lohnerhöhung für die streikenden Ärzte ist jedoch nicht enthalten. Gleichzeitig wurden fünf Säuglinge aus der Neonatologie eines Krankenhauses in Ciudad del Este verlegt, nachdem ein Flohbefall aufgetreten war.
Mindestens 197 Fachärzte in Paraguay haben nach einem fünftägigen Streik ihre Kündigungen eingereicht. Patienten berichten von Medikamentenmangel, während die Regierung die Ablehnung einer linearen Lohnerhöhung mit Haushaltsrestriktionen begründet. Geplant sind Maßnahmen zur Besetzung offener Stellen, die Regularisierung von 2.390 befristet Beschäftigten und die Aufnahme von 760 Millionen US-Dollar für Medikamente und medizinisches Material in den Haushaltsentwurf 2027 – der noch nicht verabschiedet ist. Auch Hochschuldozenten drohen mit Protesten. Eduardo Nakayama schlägt vor, staatlich finanzierte Privatversicherungen abzuschaffen und jährlich 100 bis 120 Millionen US-Dollar in die öffentliche Gesundheitsversorgung zu investieren, ohne den unter Druck stehenden Sozialversicherungsträger IPS zusätzlich zu belasten.
Mercosur hat in Buenos Aires die erste Verhandlungsrunde mit Vietnam über ein Präferenzhandelsabkommen durchgeführt. Ziel sind ein besserer Marktzugang, diversifizierte Exporte und die Förderung von Investitionen.
Während eines landesweiten Ärztestreiks diskutiert Paraguay höhere Steuern auf Tabak und andere Abgaben zur Finanzierung des Gesundheitswesens. Wirtschaftswissenschaftler und Unternehmer fordern zugleich eine bessere Verwaltung öffentlicher Mittel, weniger Verschwendung und eine verlässliche politische Linie, um Auswirkungen auf Investitionen zu vermeiden.
Die paraguayische Regierung hat per Dekret den monatlichen Zinssatz für Ratenzahlungsvereinbarungen von Steuerschulden, die von der DNIT, Paraguays Nationaler Steuerdirektion, verwaltet werden, ab dem 1. September 2026 von 1,5 % auf 1,4 % gesenkt.
Die paraguayische Regierung verhandelt Kredite in Höhe von 1,3 Milliarden US-Dollar mit der Entwicklungsbank Lateinamerikas und der Karibik (CAF), der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IADB), der Weltbank und der Japanischen Agentur für internationale Zusammenarbeit (JICA). Ziel sind Projekte in den Bereichen Infrastruktur, Energie und Logistik. Rund 700 Millionen US-Dollar sind für das Ministerium für öffentliche Arbeiten und Kommunikation vorgesehen.