Paraguay erteilte zwischen Januar und Juli 2026 insgesamt 36.033 Aufenthaltsgenehmigungen für Ausländer – 74 % mehr als im Vorjahreszeitraum. 23.994 davon gingen an brasilianische Staatsbürger, während die Anträge um 58 % zunahmen.
Dirección Nacional de Migraciones
Pytagua-Berichterstattung zu Dirección Nacional de Migraciones.
Paraguayische öffentliche Einrichtungen nutzen massiv die Ausnahmeregelung des „unaufschiebbaren Bedarfs“, um Aufträge ohne Ausschreibung zu vergeben. Senator Rafael Filizzola warnt, dass die gesetzliche Ausnahme zur Regel geworden ist.
Die paraguayische Polizei suspendiert einen Beamten und untersucht ein mutmaßliches System zur unrechtmäßigen Ausstellung von Personalausweisen für Ausländer, vor allem Brasilianer, nachdem die Aushändigung von Dokumenten an Personen mit Vorstrafen verhindert wurde.
Der ehemalige Präsident des paraguayischen Sozialversicherungsinstituts (IPS) Vicente Bataglia wurde wegen irregulärer Einreise in den Hausarrest mit elektronischer Fußfessel genommen. Sein Amtsnachfolger Jorge Brítez sieht sich einer weiteren Strafklage wegen einer Aufzugsausschreibung gegenüber, während sein Anwalt von politischer Verfolgung spricht. Ein dritter Ex-Präsident, Andrés Gubetich, kehrte mit hohem Gehalt zur Binationalen Entität Yacyretá (EBY) zurück und wird wegen Betrugs untersucht – alles im Zusammenhang mit einem Millardenschaden für das Institut.
Paraguay hat den Anführer des Comando Catarinense, Fábio Celso Oberoli, und seine Lebensgefährtin nach Brasilien abgeschoben. Beide waren in Pedro Juan Caballero festgenommen worden und werden wegen Drogenhandels gesucht.
Paraguay hat seine Polizeidatenbanken in das Echtzeit-Abfragesystem der Interpol eingebunden. Gleichzeitig berät das Parlament über einen Gesetzentwurf, der der Polizei Zugang zu privaten Überwachungskameras ermöglichen soll.
Paraguay hat 14 mittelamerikanische Migranten in ihre Herkunftsländer zurückgeführt. Damit steigt die Gesamtzahl der im Rahmen des Abkommens über sichere Drittstaaten mit den USA über Paraguay gereisten Personen auf 52. Die Operation wurde von der Internationalen Organisation für Migration (IOM) unterstützt.
Paraguay hat ein neues verbindliches Protokoll verabschiedet, das Migrationsbeamte an allen Grenzübergängen des Landes verpflichtet, Fälle von Menschenhandel während routinemäßiger Kontrollen zu erkennen und zu melden.
Die Anträge auf Aufenthaltsgenehmigungen in Paraguay sind im ersten Halbjahr 2026 um 62 Prozent gestiegen und haben insgesamt mehr als 33.000 Anfragen erreicht. Die Mehrheit der Antragsteller sind Brasilianer, was die Regierung veranlasst hat, Maßnahmen zur Beschleunigung der Verfahren zu ergreifen.
Ausländische Staatsangehörige mit Wohnsitz in Paraguay haben ab 65 Jahren Anspruch auf eine Altersrente, sofern sie mindestens 30 Jahre ununterbrochenen ständigen Wohnsitz im Land nachweisen können und weitere Voraussetzungen erfüllen. Dazu zählen, dass sie keine weiteren Gehälter beziehen und nicht mehr als 30 Rinder besitzen.
Der Immobilienboom in Asunción, angeheizt durch das Programm zur Ansiedlung gegen eine Investition von 200.000 US-Dollar, zog im ersten Quartal 2026 18.071 Anträge von Ausländern an, was einem Anstieg von 85 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Die Nationale Migrationsdirektion Paraguays (Dirección Nacional de Migraciones) hat im ersten Halbjahr 2026 über 1.300 irreguläre Ausreisen verhindert und an den Grenzen sowie auf Flughäfen 867 Einreiseverweigerungen von Ausländern registriert. Zudem wurden Fälle von Dokumentenfälschung und international gesuchten Personen erfasst.
Die Nationale Migrationsbehörde Paraguays (Dirección Nacional de Migraciones) hat die Gebühren für Migrationsverfahren und Bußgelder für Ausländer um 5 % angehoben. Dies erfolgte im Einklang mit dem Dekret, das den gesetzlichen Mindestlohn im Land aktualisiert hat.
Paraguay hat neue einheitliche Regeln für den Nachweis der wirtschaftlichen Solvenz von Ausländern bei der Beantragung der Daueraufenthaltsgenehmigung eingeführt, die am 6. Juli 2026 in Kraft treten.
Die Dirección Nacional de Migraciones (DNM) erläuterte das Verfahren, nach dem Ausländer, die Kinder oder Ehepartner von Paraguayanern sind, eine ständige Aufenthaltserlaubnis in Paraguay erhalten können. Dazu gehört die kostenlose Beantragung des Rückkehrzeugnisses (Certificado de Repatriación) bei der SEDERREC, die Ausstellung des paraguayischen Personalausweises (Cédula de Identidad Paraguaya) durch die Abteilung für Ausweisdokumente der Nationalpolizei sowie die anschließende Registrierung bei der DNM innerhalb von 90 Tagen. Personen, die über das Rückkehrzeugnis verfügen, sind von Gebühren befreit.
Paraguay hat die Migrationskontrollen und die Zusammenarbeit mit internationalen Behörden verschärft, nachdem ein Fall in Argentinien ein mutmaßliches russisches Einflussnetzwerk offenbart hatte. Behörden haben jedoch nicht bestätigt, ob tatsächlich Verdächtige oder russische Staatsbürger an der Grenze identifiziert oder abgewiesen wurden.
Die Staatsanwaltschaft beantragte Untersuchungshaft für eine 19-jährige brasilianische Staatsbürgerin, eine Migrationsberaterin, die beschuldigt wird, in der Escribanía Amarilla in Ciudad del Este ein notarielles Siegel gestohlen zu haben. Grundlage sind Überwachungsaufnahmen, die die Tat am 25. Mai festhielten.
Die Regierung Paraguays hat im April das Programm Investor Pass gestartet, das Ausländern, die mindestens 150 000 US‑Dollar investieren, eine beschleunigte dauerhafte Aufenthaltserlaubnis ermöglicht.