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Paraguay und Argentinien unterzeichnen Abkommen über Gerichtsentscheidungen und die sichere Rückkehr von Kindern

Paraguay und Argentinien haben am 31. August 2026 in Buenos Aires zwei Abkommen unterzeichnet, die die Anerkennung und Vollstreckung gerichtlicher Urteile sowie die internationale Rückführung von Kindern und sichere Rückkehrverfahren erleichtern sollen. Die Vereinbarungen müssen noch die innerstaatlichen Verfahren beider Länder durchlaufen, um in Kraft zu treten.

Abgeordnetenkammer wählt Benítez erneut zum Rechnungshofchef und Torres in die Führung des Rechnungshofs – Pérez führt Umfragen für Asunción an

Die paraguayische Abgeordnetenkammer hat Camilo Benítez mit 64 Stimmen als Leiter des Rechnungshofs wiedergewählt und Armindo Torres in die Führung der Kontrollbehörde gewählt. Der Rechnungshof überwacht öffentliche Mittel, staatliches Vermögen, die Haushaltsausführung sowie die wirtschaftlichen und finanziellen Aktivitäten des Staates. Die Besetzung der beiden Spitzenposten mit ANR-Mitgliedern wurde von der Opposition kritisiert, während Camilo Pérez in Umfragen mit unvollständig veröffentlichter Methodik führt.

María Esther Roa wirft Paraguays Justizkorruption vor und fordert Strukturreform

Die Anwältin und Aktivistin María Esther Roa, Mitglied der Coordinadora de Abogados del Paraguay und der Bewegung Somos Anticorrupción Paraguay, warf der Staatsanwaltschaft und Richtern des Obersten Gerichtshofs von Paraguay Versäumnisse und mögliche Begünstigungen vor. Sie verwies auf Gehälter und familiäre Verbindungen von Beschäftigten – darunter María Verónica Lina Sienra Bertón, Analía Carrillo und Verwandte von Carolina Llanes –, verglich korrupte Richter mit Mitgliedern des Primeiro Comando da Capital (PCC) und forderte eine Strukturreform mit mehr Mitteln und Schutz für Ermittler.

Paraguayische Ärzte drohen mit Massenkündigungen – Streik geht ohne Einigung in fünften Tag

Der landesweite Ärztestreik in Paraguay dauert seit fünf Tagen an, ohne dass eine Einigung mit der Regierung in Sicht ist. 39 Kinderchirurgen kündigten an, ihre Stellen zu kündigen, falls bis Freitag (28. August) keine konkrete Lösung vorliegt. Die Regierung bietet eine gestaffelte Gehaltserhöhung von 76 % über 14 Monate an, doch Parlamentarier sind uneins über die Finanzierung.

Alfredo Benítez bleibt Direktor der Post Paraguays während er auf Anhörung im Fall der Schuldschein-Mafia wartet

Alfredo Benítez bleibt Direktor für Verwaltungsmanagement bei der Nationalen Postdirektion Paraguays (DINACOPA), während er auf eine Anhörung zur bedingten Verfahrenseinstellung wartet. Ihm wird vorgeworfen, in 19 Vollstreckungsverfahren gefälschte Zustellungen vorgenommen zu haben. Die Einstellung würde eine Hauptverhandlung vermeiden, aber eine Wiedergutmachung von 100 Millionen Guaraní sowie weitere Auflagen erfordern – ohne einer Freisprechung gleichzukommen.

Bildungsministerium verschärft Diplomanerkennung – Prozess gegen Hernán Rivas deckt Systemmängel auf

Das paraguayische Bildungsministerium (MEC) verschärft die Kontrolle über Hochschulabschlüsse und verweigert die Anerkennung von Diplomen nicht akkreditierter Studiengänge. Gleichzeitig zeigt der Prozess gegen den ehemaligen Senator Hernán Rivas, dass sein Anwaltstitel 2020 innerhalb von sechs Minuten registriert wurde – angeblich auf „höhere Anweisung“, wie eine Mitarbeiterin aussagte. Ex-Minister Eduardo Petta bestreitet dies.

Ehemaliger Petropar-Chef zu drei Jahren Haft verurteilt – Schaden von 12 Milliarden Guaraní in Mauricio José Troche

Ein Gericht in Paraguay hat den früheren Präsidenten der staatlichen Petropar, Sergio Escobar Amarilla, wegen Untreue zu drei Jahren Haft verurteilt. Der Fall betrifft ein unvollendetes Elektrifizierungsprojekt in der Alkoholanlage des Unternehmens in Mauricio José Troche, das einen geschätzten Schaden von 12 Milliarden Guaraní verursachte. Der ehemalige Betriebsleiter Leoncio Saúl González wurde nach einem über zwölf Jahre dauernden Verfahren freigesprochen.